Die Produktion von (natürlichem hydraulischem) Kalk

Vom Kalkstein zum gebrauchsfertigen Mörtel: Die Produktion von natürlichem hydraulischem Kalk erfolgt in sechs sorgfältigen Schritten.

  1. Gewinnung aus geschlossenen Räumen

    Der Kalkstein kommt aus der Dolomitenregion in Italien, genau genommen aus dem Trient-Tal. Die Gewinnung erfolgt an fünf verschiedenen Stellen nahe dem Ort Tassullo. Seit mehr als 200 Jahren erfolgen hier bereits Grabungen in den Bergen auf der Suche nach qualitativ hochwertigem Kalkstein.

  2. Verbrennung im Kalkofen

    Kalkstein wird dann in einem Kalkofen bei Temperaturen zwischen 800 und 1200 °C gebrannt. Eine erste Abkühlung und Vermahlung findet bereits im Ofen durch die Schwerkraft statt.

  3. Kühlung und Vermahlung

    Aus dem Ofen wird die Vermahlung dann fortgesetzt. Der Kühlprozess erfolgt lediglich mit einer kleinen Menge Wasser.

  4. Lagerung in Silos

    Diese Lagerung kann über mehrere Monate dauern und ermöglicht es dem Kalk so zur richtigen Zeit zu löschen. Sobald der Kalk die niedrigen Temperaturen erreicht wird er als Bindemittel (FEN XA oder B-Fluid XA) abgepackt oder für die Herstellung von Fertigmörtel (UNILIT Reihe) verwendet.

  5. Transport in luftdurchlässigen Säcken

    In Anbetracht der latenten Reaktion mit Kalkmörteln ist es von grosser Wichtigkeit, dass der Kalk zu jeder Zeit in Kontakt mit CO2 bleibt.

  6. Mörtelvorbereitung vor Ort

    Der Mörtel wird am Einsatzort durch Mischen des Pulvers mit Wasser vorbereitet. Die hydraulische Reaktion beginnt in diesem Moment. Bei Erstarrung entsteht freier Kalk, der dann in Kontakt mit der Luft reagiert (die Karbonisierung).

Die Geschichte des Kalks

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